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Die Geschichte ist nicht neu. Den ältersten Artikel zum Thema Betrug mit Packstationen, den wir bei unserer Recherche gefunden haben, stammt aus dem Jahr 2005. Dennoch ist das Thema immer noch aktuell.
Leider - denn wir müssen manchmal unseren Kunden die Lieferung an eine Packstation verweigern, auch wenn wir es gerne machen würden. In kürze am Telefon oder in einer Email ist das schwer zu erklären - oft denkt der eine oder andere Käufer auch “Och, der will ja nur nicht..” Dennoch ist das Thema nicht einfach. Natürlich will der Online-Käufer bequem seine Ware erhalten. Dazu gehört oft auch der Empfang in einer der praktischen Packstationen. Auf der anderen Seite müssen wir uns gegen Betrug und Schäden auch absichern. Daher können wir leider bei bestimmten Zahlungsweisen und/oder Beträgen nicht anders, als die Lieferung an eine Packstation ohne weitere Sicherungsmaßnahmen ablehnen. Warum das so ist, soll dieser Artikel etwas klarer machen:
Die Masche ist einfach: Der Betrüger besorgt sich auf verschiedene Weisen ein Packstation-Konto und lässt sich von Versandhäuseren Ware auf Rechnung, Lastschrift, Paypalzahlung oder Kreditkarte senden. Da der Betrüger diese Käufe unter falschem Namen durchführt, kann er die Ware an der Packstation ebenso gefahrlos in Empfang nehmen.
Den Packstation-Zugang bekommt er durch verschiedene Aktivitäten:
Zum einen kursieren im Internet verschiedene Phishing Mails, mit denen Betrüger versuchen, den echten Packstations-Kunden dazu zu bringen die Postnummer und PIN auf einem vermeintlichen DHL Sicherheitsserver einzugeben. Ein Beispiel für eine solche Phishing-Mail findet sich hier. Dort wurde mittels der Drohkulisse gelockt, der Packstation-Nutzer müsste sich online verifizieren, da sonst der Account gesperrt würde. Während das Beispiel aus dem Elternforum relativ alt ist, gibt es eine Warnung vom www.computerbetrug.de aus Januar 2009, in der eine ähnliche Masche beschrieben wird. Offensichtlich funktioniert dieser Methode noch zu gut, leider. Von Mai 2009 gibt es einen weiteren Bericht über diese Methode.
Einen weiteren Artikel zum Thema Phishing und Packstationen gibt es hier. In diesem Beispiel wurden Prämien in Aussicht gestellt, wenn der Kunde sich mit seinen Packstation-Kontaktdaten bei einem DHL Partner anmelden würde.
Direkter an die begehrten Zugangsdaten kommen die Betrüger durch Kleinanzeigen. Hier werden über Kleinanzeigen Mitbürger gesucht, die gegen Zahlung einer Prämie einen kostenlosen Packstation-Zugang auf Ihren Namen einrichten und die Zugangsdaten an die “Auftraggeber” weiterreichen. Ein gut dokumentiertes Beispiel gibt es auf der Seite Falle-Internet. Ebenso werden solche Suchanzeigen in Forum gepostet, wie zum Beispiel hier.
DHL-Seiten zum Thema Packstation:
Quellen und weitere Informationen:
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